Ökumene

Ökumene ist das Bemühen um die sichtbare Einheit der weltweiten Christenheit. Dazu gehört, dass die verschiedenen christlichen Konfessionen sich auf die Gemeinsamkeiten
besinnen, die sie miteinander verbinden: Jesus Christus, die Taufe, die Bibel.
Dazu gehört auch, die jeweils andere Konfession immer besser kennenzulernen und zu verstehSONY DSCen. Deshalb veröffentlichen wir regelmäßig Beiträge unserer Nachbargemeinden.

St. Laurentius

Matthias Feindler
(geb. 1961) unterrichtet katholische Religion und Biologie an der St.Anna – Schule.
Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Söhne. In der Gmeinde St.Laurentius ist
er vielfältig engagiert, besonders auch in der Ökumene.

Urgemeinde
Liest man die Schilderungen über die Urgemeinde , die erste christliche Gemeinde in Jerusalem, dann kommt man ins Staunen. Sie waren „ein Herz und eine Seele“ (Apg 4,32), „hatten alles gemeinsam“ (Apg 2,44), „durch die Apostel geschahen viele Wunder und Zeichen“ (Apg 2,43), sie „waren beim ganzen Volk beliebt“ (Apg 2,47) und „reiche Gnade ruhte auf ihnen allen“ (Apg 4,33). Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, hat die Urgemeinde in diesen Texten stark idealisiert, sicherlich ist es nicht immer so idyllisch gewesen. Doch wichtiger ist, was Lukas damit ausdrücken wollte. Die gerechte Verteilung der Güter und die Gütergemeinschaft stehen hier für die Einheit der Christen, das Engagement der Apostel – auch über die Gemeinschaft der Christen hinaus – steht für die Allgemeinheit (griech. Katholizität) der Kirche. Die Betonung der Autorität der Apostel meint die Apostolizität und die „reiche Gnade“ begründet die Heiligkeit der Kirche. Genau das bekennen wir im Glaubensbekenntnis: die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Dies also ist der Anspruch, an dem die Kirche sich seit den Zeiten der Urgemeinde messen lassen muss. Auch wenn Lukas eine idealisierte Vorstellung der Urgemeinde wiedergibt, so ist dies doch immer wieder ein Auftrag an uns, sich diesem Vorbild anzunähern. Vatikan Der Vatikan oder Vatikanstaat ist der kleinste Staat der welt. Sein Statsgebiet liegt innerhalb der Stadt Rom und umfasst eine Fläche von 0,44 qm2. Er hat 836 Einwohner, Staatsoberhaupt ist der Papst. Rechtlich gesehen ist der Vatikanstaat 37 Ökumene eine absolute Wahlmonarchie, d.h. Der Papst wird gewählt, hat jedoch nach  einer Amtsübernahme uneingeschränkte Vollmachten, die keiner demokratischen Kontrolle unterliegen. Der Vatikanstaat in seiner heutigen Form existiert erst seit dem Jahr 1870. Über viele Jahrhunderte war er jedoch bedeutend größer und umfasste einen großen Teil Mittelitaliens. Erst als sich die italienischen Teilrepubliken im 19. Jahrhundert zu einem einheitlichen Staat vereinigten, schrumpfte der Kirchenstaat auf die heutige Größe des Vatikans zusammen. Der damalige Papst Pius IX. protestierte gegen die Papstwappen an St. Laurentius Übernahme ehemals kirchlicher Gebiete durch den neuen italienischen Staat und verbot den Gläubigen die Teilnahme an den italienischen Wahlen. Das Unfehlbarkeitsdogma, das 1871 auf dem 1. Vatikanischen Konzil verkündet wurde, und das die Stellung des Papstes in in der Kirche auf eine bis dahin nie gekannte Weise stärkte, ist auch als Reaktion auf den Verlust des Kirchenstaates zu sehen. Erst 1929 wurde in den sog. Lateranverträgen das Verhältnis zwischen Vatikan und italienischem Staat geklärt.

 

Niederländisch reformierte Gemeinde

„Sprecht ihr denn holländisch…?”

KeineNiederländer Angst – wir sind keine Holländer, auch wenn wir in Wuppertal manchmal „die Niederländer” genannt werden. Unsere Gemeinde wurde 1847 gegründet, weil viele Mitglieder der damaligen Reformierten Gemeinde Elberfeld nicht damit leben konnten, dass sich der preußische König und damit der Staat intensiv in das Leben ihrer Gemeinde einmischten. König Friedrich-Wilhelm III. wollte in Preußen, wo es lutherische und reformierte Gemeinden gab, nur eine einzige, unierte Kirche haben, für die er 1835 auch gleich eine einheitliche Gottesdienstordnung (Agende) präsentierte.

Als die Agende hier in Elberfeld eingeführt wurde, verließen 1843 viele Mitglieder die Reformierte Gemeinde und gründeten 1847 eine freie, reformierte Gemeinde. Ihren ersten Pastor holten sie sich aus den Niederlanden: Hermann Friedrich Kohlbrügge. Da diese Gemeinde nicht mit der „alten” reformierten Gemeinde Elberfeld verwechselt werden durfte, musste ein neuer Name her. Da der Pastor ein Holländer war, einigte man sich auf den Vorschlag des preußischen Königs, niederländisch zu heißen.

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